SED, Stasi & Co. und ihr Einfluss auf die Bundesrepublik
SED und Stasi waren über vier Jahrzehnte auch in der Bundesrepublik aktiv, nicht nur in der DDR.
Schon 1950 klagte Konrad Adenauer darüber, dass eine "Fünfte Kolonne" des ostdeutschen Kommunismus in Westdeutschland aktiv sei. In den folgenden vier Jahrzehnten des Kalten Krieges waren SED und Stasi nicht nur in ihrem Herrschaftsbereich, der DDR, sondern auch in der Bundesrepublik allgegenwärtig.
Sie sahen im Westen "Klassenfeinde", "Kriegstreiber", "Imperialisten" sowie "Faschisten" am Werk und suchten als "Friedenskräfte" Einfluss auf die westdeutschen Friedensbewegungen zu gewinnen. Mit großem Propagandaaufwand führte der ostdeutsche Arbeiter- und Bauernstaat Verleumdungsfeldzüge gegen Westdeutschland und seine Politiker.
Zwanzig Jahre nach dem Ende dieses Spuks darf das, was die diktatorischen Regime von Walter Ulbricht und Erich Honecker auch in der Bundesrepublik anrichteten, nicht unter den Teppich gekehrt werden. Nur wenn sich die nachwachsende Generation damit beschäftigt und die notwendigen Schlüsse zieht, wird sie künftigen Auseinandersetzungen mit extremistischen Gegnern der freiheitlichen Demokratie gewachsen sein. Das vorliegende Buch will ein Beitrag zu diesem bisher nur langsam und zäh vorankommenden Aufarbeitungsprozess sein.
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Gebunden, 304 Seiten