Das Leben ist Kampf. Eine Biografie
Vom Flugzeugpionier zum enteigneten Querkopf: das Leben des Hugo Junkers
Hugo Junkers, geboren 1859 in Rheydt, zählt zu den spannendsten Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands. Nach seinem Studium der Ingenieurwissenschaften baute er in Dessau ein Unternehmen auf und arbeitete zugleich als Professor an der Universität Aachen. Ab 1907 interessierte er sich als einer der ersten deutschen Forscher für die Entwicklung des Flugzeugs und gelangte auf diesem Gebiet zu Weltruhm.
- Metall statt Holz: im Ersten Weltkrieg entwickelt Junkers neuartige Flugzeuge aus widerstandsfähigem Leichtmetall
- Die F 13: wenige Wochen nach Kriegsende das weltweit erste ganz aus Metall gefertigte zivile Flugzeug
- Eigene Fluglinien: Junkers wollte Europas Städte mit einem dichten Netz von Fluglinien verbinden
- Die »Tante Ju«: die 1932 vorgestellte Ju 52 wird legendär
Als die Junkerswerke in finanzielle Turbulenzen gerieten, nutzte die deutsche Regierung die Gelegenheit und entriss Junkers Teile davon samt seinen Fluglinien, die zum Hauptanteil der 1926 neu gegründeten Deutsche Luft Hansa AG wurden. So wurde Hugo Junkers unfreiwillig zum Gründungsvater der deutschen Luftfahrtgesellschaft, konnte sein Werk aber retten. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers wollte Junkers vom geheimen Aufbau einer Luftwaffe profitieren, doch Hitler und Luftfahrtminister Hermann Göring wollten nichts mit dem als eigenständigen Querkopf und Pazifisten geltenden Erfinder zu tun haben. Unter obskuren Vorwürfen des »Hochverrats« enteigneten sie ihn. Während er für seine Rehabilitierung kämpfte, starb der verbitterte Hugo Junkers am 3. Februar 1935, seinem 76. Geburtstag.
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Gebunden, 704 Seiten