Deutsche und Juden 1933-1945 im Urteil jüdischer Zeitzeugen
Wie jüdische Zeitzeugen das Verhältnis der Deutschen zu ihnen zwischen 1933 und 1945 erlebten
Bislang gibt es keine Veröffentlichung, die das Verhältnis gewöhnlicher Deutscher zu Juden in den Jahren 1933 bis 1945 aus Sicht der jüdischen Zeitzeugen, also der Hauptbetroffenen der Judenverfolgung, zusammenfassend darstellt. Diese Lücke schließt Konrad Löw, vor allem mit dem literarischen Erbe verfolgter Juden.
Im ersten Teil beleuchtet er die Erfahrungen jüdischer Opfer, wie sie in Tagebüchern, Briefen, Lebenserinnerungen und Interviews ihren Niederschlag gefunden haben, darunter Zeugnisse von Else Behrend-Rosenfeld, Albert Einstein, Victor Klemperer, Ruth Klüger, Marcel Reich-Ranicki, Hans Rosenthal und vielen weiteren.
Im weiteren Verlauf befasst sich Löw mit Publikationen namhafter Autoren, deren Ansichten zum Teil von den Erkenntnissen der Zeitzeugen abweichen. Dabei behandelt er zentrale Fragen:
- Wer wusste was und wann?
- War Reden wirklich ein Gebot der Stunde?
- Wer hat wie geholfen?
- Wie haben die Juden ihre christlichen Mitbürger wahrgenommen?
- Hat das Ausland den Erwartungen der Juden entsprochen?
In einer umfassenden Gesamtschau sucht und findet Konrad Löw die Antwort auf die Frage, ob die große Mehrheit der Deutschen die Judenpolitik des Dritten Reiches bejaht, vielleicht sogar unterstützt hat und ob es deshalb gerechtfertigt ist, pauschalisierend von einer Schuld des deutschen Volkes zu sprechen.
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Gebunden, 384 Seiten