Suchvorschläge
{{{name}}}
Kategorien
{{{name}}}
Top 10 Suchen
lithium
cdl
epstein
kopp
dmso
magnesium
handy
kupfer
vitamin c
wellengenerator
wasserfilter
Top Kategorien
Bücher
Neu im Shop
Nahrungsergänzungsmittel
Drogerie
Outdoor & Survival
Haus & Garten
Schnäppchen
Derzeit beliebt
Vergessene Wahrheiten des Ersten Weltkriegs
Die Schuld der Sieger in den Debatten der zwanziger Jahre
Als im Januar 1919 die Friedensbedingungen festgelegt wurden, setzte man die Praxis des >friedewirkenden Vergessens< außer Kraft. Mit dem Versailler Vertrag stand das Deutsche Kaiserreich als Alleinschuldiger fest. Bis in die jüngste Zeit beherrschte die Propaganda der Siegermächte die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Doch schon in den zwanziger Jahren brachten internationale Stimmen die Verantwortung der Triple Entente ans Licht. Stefan Scheil macht uns zugänglich, wie zielstrebig die Siegermächte auf den Krieg zusteuerten. Der Autor hat für die vorliegende dritte Auflage ein zusätzliches Vorwort beigesteuert.
Historische Kontroversen neu zugänglich gemacht
Aus dem Buch:
»Wie bereits erwähnt, wurde in Großbritannien immer wieder auch recht frivol über den kommenden Krieg gegen Deutschland gesprochen und dieser Krieg geplant. Spuren davon finden sich in vielen Tagebüchern und Memoiren, so auch in denen von Henry White. White, zu dieser Zeit amerikanischer Botschafter in Italien, reiste im Vorfeld der Haager Friedenskonferenz nach London, um sich über die Absichten der britischen Regierung zu informieren. Dabei traf er unter anderem Arthur Balfour, den früheren Regierungschef und Initiator des >Permanent Committee of Imperial Defence<.
Balfour (etwas locker): >Wir sind wahrscheinlich Narren, weil wir keinen Grund finden, um Deutschland den Krieg zu erklären ...<
White: >Sie sind privat ein sehr moralischer Mann. Wie können Sie etwas so politisch Unmoralisches in Erwägung ziehen wie die Provokation eines Krieges gegen eine harmlose Nation, die ebenso gut wie Sie ein Recht auf eine Flotte hat? Wenn Sie mit dem deutschen Handel konkurrieren wollen, dann arbeiten Sie eben härter.<
Balfour: >Das würde unseren Lebensstandard verringern. Vielleicht ist es einfacher für uns, einen Krieg zu führen.<
White: >Ich bin schockiert, daß von allen Menschen ausgerechnet Sie solche Ansichten vertreten.<
Balfour (wieder etwas locker): >Ist das eine Frage von richtig oder falsch? Vielleicht ist es nur die Frage, wie man die Oberhand behält.<«
Vielleicht war das für allzu viele Entscheidungsträger damals die entscheidende Frage. Zu deren Beantwortung ließen Millionen auf dem Schlachtfeld und anderswo ihr Leben.
Herstellerinformationen
Eigenschaften